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Beschreibung unserer "Exkursion" in die SK-Stiftung

Zunächst trafen wir uns im Mediapark, wo wir ein Büro in der SK-Stiftung angemietet hatten. Dort begannen wir mit unseren Recherchen. Unser Ziel war es, so viele Reisebüros wie möglich zu finden, diese zu befragen und sie anschließend auf einer thematischen Karte darstellen zu können (beispielsweise gegliedert nach der Anzahl der Mitarbeiter, Existensdauer etc.).
Deswegen suchten wir im Internet nach türkischen Reisebüros, die wir anhand ihrer Namen im Branchenverzeichnis (z.B. gelbe Seiten...) zu erkennen versuchten. Bei unserer Suche stießen wir auf ca. 60 Reisebüros, die wir mit Hilfe einer telefonischen Befragung näher untersuchen wollten. Unsere Fragen waren u.a.:
· Wie lange leben Sie schon in Deutschland?
· Wieviele Mitarbeiter beschäftigen Sie?
· Seit wann gibt es ihren Betrieb?

Leider konnten wir von den gesamten Reisebüros nur 7 erreichen, die bereit waren, unsere Fragen zu beantworten. Wir vermuten, dass aufgrund zahlreicher, ungewollter Telefonwerbung die telefonische Datenerhebung sehr schwer und somit unbefriedigend geworden ist.
Dennoch konnten wir durch die größtenteils übereinstimmenden Ergebnisse einige Erkenntnisse gewinnen, die wir in unserer Endauswertung mit berücksichtigen.
Eine graphische Auswertung für die Stadt Köln anhand thematischer Karten erschien uns allerdings aufgrund der wenigen Gesprächspartner für nicht sinnvoll. Deswegen haben wir unsere Auswertung mit statistischen Daten der Stadt Köln kombiniert.

 

 

Ergebnis unserer Exkursion:


Bei unserer Suche nach türkischen Reisebüros ist uns aufgefallen, dass es in manchen Stadtteilen eine hohe Konzentration an türkischen Reisebüros gibt, zum Beispiel in Mülheim, Nippes und am Eigelstein (vgl. Karte). Die türkischen Reisebüros sind somit nicht gleichmäßig über Köln verteilt.
Bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass die Stadtteile, die eine hohe Reisebürodichte haben, ebenfalls einen hohen Ausländeranteil aufweisen (vgl. Diagramme).
Allerdings gibt es auch Stadtviertel mit einem ähnlich hohen Ausländeranteil, in denen aber keine oder nur wenige türkische Reisebüros zu finden sind. Wie zum Beispiel in Chorweiler. Der Ausländeranteil ist mit 38,1% relativ hoch (vgl. Diagramme), wir haben aber keine Büros finden können.

Wie kommt es zu dieser unterschiedlichen Verteilung?
Betrachtet man den Ausländeranteil der einzelnen Stadtteile etwas genauer, so stellt man fest, dass der Anteil türkischer Migranten in Chorweiler deutlich geringer ist als beispielsweise in Mülheim. Durch unsere Befragung haben wir erfahren, dass die meisten Reisebüros aber auf türkische Kundschaft spezialisiert sind.
Zudem vermuten wir, dass das durchschnittliche Einkommen in Chorweiler niedriger ist als im Eigelstein. Da Reisen aber eher Luxus sind, befinden sich Reisebüros dort, wo ausreichend zahlungskräftige Kundschaft zu finden ist.